Woher kommen wir?



Unsere Geschichte
1939
Der 8. September wird mit der Ordensprofess von Kleiner Schwester Magdeleine von Jesus (Magdeleine Hutin) zum Gründungsdatum der Gemeinschaft der Kleinen Schwestern Jesu. Zu diesem Zeitpunkt ist die Gemeinschaft noch ausschließlich für die Muslime, insbesondere für die Nomaden gedacht.
1946
Am 26. Juli empfängt Kleine Schwester Magdeleine die innere Gewissheit, dass sich die Gemeinschaft über die Sahara hinaus in die ganze Welt ausbreiten und dennoch eine besondere Verbundenheit mit den Muslimen bewahren soll.
1949
Kleine Schwester Magdeleine übergibt die Leitung der Gemeinschaft an Kl. Sr. Jeanne, die gerade 30 Jahre alt ist. Sie möchte den Dienst der Verantwortung von ihrer Person trennen. Das ermöglicht ihr gleichzeitig, sich mit größerer Freiheit zukünftigen Neugründungen zu widmen.
1952
Kleine Schwester Magdeleine beginnt, systematisch die anderen Kontinente zu bereisen. Überall sucht sie gesellschaftlich benachteiligte und an den Rand gedrängte Menschen auf. Bei und mit ihnen sollen die Kleinen Schwestern leben. Wo die Bischöfe zustimmen, entstehen neue Niederlassungen.
1953-1954
In Begleitung von Kleiner Schwester Jeanne ist Kleine Schwester Magdeleine auf oft sehr abenteuerlichen Wegen in der ganzen Welt unterwegs. Es ist die Zeit, in der die Gemeinschaft ihr internationales Gesicht erhält.
1964
Nach einer Zeit der Prüfung durch einen vom Vatikan entsandten Visitator, der alles in Frage stellt (1959-1961), wird die Gemeinschaft als internationale Kongregation „päpstlichen Rechts“ offiziell anerkannt. Tre Fontane, die Niederlassung in Rom, wird zum Zentrum und familiären Treffpunkt für alle Kleinen Schwestern weltweit.
1962-1965
Während des Zweiten Vatikanischen Konzils hat Kleine Schwester Magdeleine die Gelegenheit, vielen Konzilsvätern persönlich zu begegnen. Voll Freude sieht sie den sich vollziehenden Aufbruch der Kirche und weiß sich bestätigt in ihren Intuitionen.
1981
Das fünfte „Generalkapitel“ – eine Versammlung, zu der sich delegierte Kleine Schwestern aus allen Ländern treffen – wählt Kleine Schwester Carla aus Italien zur Generalverantwortlichen. Es ist das erste Mal, dass dieser Dienst von einer Kleinen Schwester übernommen wird, die nicht aus Frankreich stammt. Ihr folgt Kleine Schwester Iris Mary, eine Südafrikanerin.
1988
Die Konstitutionen (Ordensregeln) erhalten von der Kirche ihre endgültige Approbation.
1989
Am 6. November stirbt Kleine Schwester Magdeleine in Tre Fontane. Bei ihrer Beerdigung versammeln sich Menschen aus den verschiedensten Bekenntnissen, Lebenswelten und Kulturkreisen in Tre Fontane. Diese Buntheit zu erleben, wäre ihr mit Sicherheit eine große Freude gewesen, hat sie doch zeitlebens das Ideal der Gemeinschaft im Begriff der Einheit zusammengefasst. Am Vorabend ihres Begräbnisses fällt die Berliner Mauer und damit die Grenze zwischen den zwei deutschen Staaten.
2011
Die Gemeinschaft lebt im Alt-Werden vieler Kleinen Schwestern eine neue Etappe. Das zehnte Generalkapitel spricht von der Herausforderung, die Zerbrechlichkeit des Kindes von Bethlehem nun noch tiefer anzunehmen und zu leben.
2022
Am 15. Mai feiern wir mit der ganzen Kirche die Heiligsprechung von Charles de Foucauld. Gemeinsam mit den verschiedenen Zweigen der geistlichen Familie bringen wir überall dort wo wir präsent sind, unsere Freude zum Ausdruck, ihn als Wegbegleiter zu haben.
2023
Unser 12. Generalkapitel findet zeitgleich mit der ersten Sitzung der Weltsynode zur Synodalität statt. Auch wir erleben eine neue Art der Zusammenarbeit und des Zusammenhalts. Die Arbeit an runden Tischen hat geholfen, dass jede zu Wort kommt, und die Dynamik in den Kleingruppen bereichert das Gespräch im Plenum. In diesem Elan wollen wir auf der Suche bleiben, wie wir, in Verbindung mit der Weltkirche, den Weg in die Zukunft gehen können.