Wer sind wir?



Kleine
„…ganz klein und zugleich ganz groß“
Kleine Schwester Magdeleine
Kleinsein ist für uns die Voraussetzung, um in unserer menschlichen Endlichkeit die unendliche Zärtlichkeit Gottes zu spüren. Wie alle Menschen erfahren wir uns klein und verletzbar. Wir entdecken, dass wir auf Hilfe angewiesen sind, auf Liebe und auf Vergebung.
Als „Kleine“ teilen wir das Leben der „kleinen Leute“, die in unserer Gesellschaft keine große Rolle spielen, manchmal sogar als störend empfunden und an den Rand gedrängt werden. Unter ihnen und mit ihnen leben wir unser Leben „für Gott“. Oft haben wir keine Lösungen anzubieten. Aber gerade dann wird unser Kleinsein zur Einladung, nicht auf menschliche Macht zu vertrauen, sondern allein auf die Torheit der Liebe.
Klein werden ist ein Weg, der sich im miteinander Unterwegssein eröffnet. Klein werden beginnt mit der Einladung, sich Zeit zu nehmen und zuzuhören. Mein Gegenüber kennenzulernen, seine Lebensgeschichte zu entdecken, einzutauchen in seine Art sich auszudrücken, zu denken und zu handeln. Klein werden bedeutet auch, meine Vorurteile zu hinterfragen und zu wagen, die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Nur im eigenen klein werden kann einem die Freude geschenkt werden, genau dort die Schönheit zu entdecken, wo man sie vielleicht nie vermutet hätte, und von den Menschen, deren Leben wir teilen möchten, als Schwestern angenommen zu werden.