Kopf: Die kleinen Schwestern Jesu
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100. Todestag von Charles de Foucauld

„Hmmm, also gut, aber es muss alles ganz einfach bleiben...“

Ein bisschen zögernd haben wir uns entschieden die Idee von Jürgen Rintelen von der Münchner Priestergemeinschaft Jesus Caritas anzunehmen. Natürlich war dieser 1. Dezember 2016 etwas Besonderes. Vor hundert Jahren wurde Charles de Foucauld getötet und heute staunen wir über die Früchte dieses einsamen Todes. Ja, auch wir wollten unserer Freude über sein Leben und seine Spiritualität Ausdruck geben - im Rahmen unserer Kräfte und Möglichkeiten.

Also, ganz einfach! Wir gestalten jeden ersten Donnerstag im Monat in unserer Pfarrei eine Anbetungsstunde und so laden wir eben zu dieser Anbetung in weiterem Rahmen ein. Zusammen mit der Gruppe der Laiengemeinschaft und den Jesus Caritas Priestern. Anschließend können wir einen Gottesdienst feiern und danach im Pfarrsaal noch Zeit nehmen für Begegnungen und Austausch. Alles ganz einfach.

Viele Wochen waren geprägt von den Vorbereitungen. Auch die Einfachheit will gut durchdacht und geplant sein. Freunde und Mitarbeiter der Pfarrei bieten uns ihre Hilfe an. Und Überraschungen haben uns immer wieder durcheinandergebracht. Zuerst die Entscheidung unseres Erzbischofs, Kardinal Marx an diesem Abend teilzunehmen und dem Gottesdienst vorzustehen. Er gehört selber zur Priestergemeinschaft.

Also das war jetzt nicht mehr ganz so einfach. Da gibt es viel Protokoll und Aufregung in der Pfarrei: Ministranten und Gewänder, der Dechant und der Diakon.... Der Gottesdienst muss gut überlegt und „eingereicht“ werden. Wir halten mit Entschiedenheit an unserer Einfachheit fest so gut wir können.

KS Christine-Françoise kommt aus Wien und Barbara, die schon während ihres Besuches bei uns die Vorbereitungen miterlebt hat. Ihre Hilfe ist sehr willkommen!

Es überraschen uns immer mehr Freunde mit ihrer Ankündigung zu kommen und so ist es dann ein buntes Bild von Leuten aus der Pfarrei, Nachbarn und Freunden, Ordensleuten und Priestern die sich versammeln in der Stille der Anbetung vor dem Allerheiligsten.


„Im eucharistischen Brot ist Jesus bei uns alle Tage bis zum Ende der Welt, Emmanuel – Gott – mit – uns, der sich uns darbietet und durch diese bleibende Gegenwart die Nacht unseres Lebens in wonnevolles Licht taucht. Gott mit uns, Gott in uns, Gott, der sich von uns allezeit lieben und anbeten lässt.“ Charles de Foucauld


Bei der Predigt erzählt der Erzbischof von seiner ganz persönlichen Geschichte mit Charles de Foucaud und zählt dann einige Aspekte auf, die für jeden Christen wichtig sind:

Jesus spricht nie von Frömmigkeit, sondern von radikaler Nachfolge.
Die Gottesbegegnung wird in der Einsamkeit der Wüste und im Alltagsleben von Nazareth möglich.
Die wirkliche Freundschaft schließt niemanden aus, auch nicht den Andersdenkenden, Andersglaubenden.
Wichtiger als das Tun ist das Dasein.

Alle sind eingeladen noch im Pfarrsaal weiterzufeiern und viele kommen. Ein Nomadenzelt begrüßt die Gäste und verdeutlicht die Dimension der Gastfreundschaft und der Begegnung. Es gibt ägyptische Linsensuppe und Fladenbrot. Ein palästinensischer Freund hat frische Datteln gebracht und Sandgebäck erinnert an die Wüste.

Es war ein schöner Moment des Teilens und der Begegnung von sehr verschiedenen Menschen in

Freundschaft und … nun ja: Einfachheit...

Wir sind dankbar, für alle, die mit uns gefeiert haben, für alle die mitgeholfen und uns ermutigt haben. Und wir sind dankbar, dass das Leben und Sterben von Charles de Foucauld so vielen Menschen heute hier bei uns etwas zu sagen hat.

In dieser Freude bleiben wir

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