Kopf: Die kleinen Schwestern Jesu
Landkarte: Deutschland, Österreich, Schweiz

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Aus dem Urwald ins Hochhaus

Vor einiger Zeit kehrte Kleine Schwester Maryvonne-Odile nach vielen Jahren im Kongo zurück nach Frankreich.
Mit Humor erzählt sie uns hier von den Eindrücken ihrer Rückkehr:


Mit siebzig ist man eigentlich nicht mehr scharf auf sportliche Leistungen, aber ich habe doch einen Sprung gemacht: vom Urwald in der Demokratischen Republik Kongo in die siebte Etage einer Wohnsiedlung in Toulouse. Vom Fenster aus kann ich die Spitzen der Pappeln streicheln.
Ich entdecke gewisse Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Lebensräumen. Ein Nachmittag mit den Roma am Ufer der Garonne hat z. B. vieles gemeinsam mit einem Tag im Lager der Pygmäen. Und meistens ähnelt sich der Weg der Nachfolge Jesu der Kleinen Schwestern, hier und dort!

Ich mache die Augen auf, ich nehme mir Zeit für einen Gruß oder einen kleinen Plausch, ich lerne eine Menge neuer Dinge kennen, lauter neue Errungenschaften: Gas, Telefon, Anrufbeantworter, Geldverkehr, Bankkonto, Geheimnummer und sogar eine Mail-Adresse!
Wenn man so, wie ich es gewohnt war, jeden Morgen mit dem roten Fahrrad und dem 30-Liter-Kanister zur Quelle zu fahren, sind das ganz unglaubliche Dinge!
Anderer Ort, anderer Sport!

Gleichzeitig kann man nicht im Handumdrehen alles wegfegen, all die Erinnerungen – sie sind und bleiben da.
In meiner Erinnerung bewahre ich den Kreis, den die Nachbarinnen von Goma bei meinem Abschied in den Sand gezeichnet haben. Jesus ist unser Mittelpunkt, und die Speichen unseres Lebens laufen zu diesem Zentrum. Wenn wir auf der Speiche unsres Lebens versuchen, zu ihm zu kommen, dann wird die Entfernung zwischen uns und zu Ihm immer geringer.
Ich bete für alle, dort und hier.

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