Kopf: Die kleinen Schwestern Jesu
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Kleine Schwester Magdeleine: ein Blick in die Zukunft

KS Magdeleine an ihrem 85. Geburtstag im Jahr 1983 in einem Interview der Zeitschrift Citta Nova:

Wie sehen Sie die Zukunft, Ihre eigene, die der Kleinen Schwestern, die der Kirche?

Was ich für mich sehe? So schnell wie möglich ins Paradies zu gehen, wenn ich beendet habe, was mir noch zu tun bleibt.

Was sehe oder vielmehr wünsche ich für die Kleinen Schwestern?
Dass sie zahlreich werden, um dahin zu gehen, wo nach ihnen gefragt wird, zu Menschen, die von materieller Armut und Ungerechtigkeit bedrückt sind.
Aber vor allem möchte ich, dass sie im Licht von Bethlehem und Nazareth bescheiden und untereinander liebevoll sind.
Ihre Gemeinschaften sollten eine Oase der Herzlichkeit, der Freude, des Friedens und der Liebe sein. Menschen, die bei ihnen anklopfen, sollten sich herzlich willkommen fühlen. Wenn Menschen in ihrer Umgebung Leid tragen, sollten sie darum wissen.
Ich möchte, dass sie in Demut auf die Frohe Botschaft hören und sich nach ihr ausrichten und so gemeinsam mit den Menschen ihrer Umgebung einen Weg gehen, der sie weiterführt. Wie Sauerteig, der sich im Teig auflöst, damit dieser aufgehen kann.

Und die Kirche?
Vor allem wünsche ich – und viele andere wünschen das ebenso –, dass sie zwar die Kirche aller sei, aber vor allem die Kirche der Armen, die Christus besonders geliebt hat. Dass alle, die in der Kirche Verantwortung tragen, für die Unterdrückten und Geringgeachteten Partei ergreifen, ohne Angst, dass das für sie gefährlich werden könnte.
Als Kirche der Armen sollte sie keine Bischofspaläste mehr bauen, sich nicht mehr mit Luxusgegenständen umgeben. Sie sollte nach und nach alle Ehrentitel, „Hochwürdiger“, „Hochwürdigster“ usw., abschaffen, damit die leitenden Posten wirklich zu erkennen sind als das, was sie sind: ein „Dienst“.
Sie soll die Türen zu den anderen Kirchen weit auftun. Immer mehr soll sie den Sündern mit Barmherzigkeit entgegen gehen. Sie soll wie Christus auf die Ungläubigen und auf ihre Verfolger zugehen.

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